Metzeler Lexikon Sprache Bibliography De Mariama Ba

Writer and political activist Mariama Ba was born in 1929 in Dakar, Senegal to a well-to-do family.  Her father worked in the French colonial administration and in 1956 became the Minister of Health of Senegal.  Her mother died when she was young.  Ba was raised by her maternal grandparents who emphasized conservative Muslim values.  She attended a religious school, but was also educated in the French tradition.  Due to the intervention of her father, she was enrolled in 1943 in the Ecole Normale (Teacher Training School) at Rufisque, a town some 25 miles away from Dakar where she received her diploma in 1947.  Ba worked as a teacher from 1947 to 1959, before becoming an academic inspector.  During this period, Ba had nine children with her husband, Obeye Diop.  The couple separated and Ba was forced to raise her children as a single parent. 

By the late 1970s, after most of her children were adult, Ba turned to political activity.   She became a vocal activist for women's rights in Africa and a critic of the neocolonial system that had evolved in most of the newly independent African nations.  She was also concerned with and wrote about a number of feminist issues such as polygamy, mistreatment of women in Senegalese society, ostracism of the castes, the exploitation of women, violence against women, and lack of educational opportunities for girls. 

Her first and most significant novel, Une Si Longue Lettre (So Long a Letter) was published in 1979.  It stands as a landmark of African and Francophone literature which received widespread critical acclaim as well as the Noma Prize for African Literature. Her novel has been translated into numerous languages and is a staple of francophone literature courses worldwide.  So Long a Letter is an epistolary novel, written in the form of a letter from a widow to a friend who lives in the United States following the death of her husband.  The widow grapples with her polygamous situation as well as the rise of modernity and Westernization.  She recounts that, despite the fact that her husband has taken another wife after 25 years of marriage, she remained faithful to her values and religion.  Her quiet strength, common sense, and courage are a direct contrast to the depiction of males in the story, including the husband. 

Her second novel, Scarlet Song, published posthumously in 1986, also received international attention.  The book deals with an interracial relationship in Senegal and the struggle of women to overcome the traditional system of polygamy and gender discrimination. 

Ba advocated a greater voice for African women, a sense of emancipation and the changing of laws and traditions which served to subjugate women.  She was also an advocate for African cultural revival.  In her 1981 work, La Fonction politique des littératures africaines écrites, she argued that Africans should embrace and feel pride in their culture and achievements. 

Mariama Ba died in Dakar, Senegal in 1981 after a long battle with cancer.   A prestigious boarding school on nearby Goree Island is named in her honor.

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Die afrikanische Literatur umfasst Literatur in verschiedenen Sprachen – europäischen und afrikanischen – mit verschiedenen Stilen und Themen sowie historischen Hintergründen. Einige Merkmale, die in der Literatur schwarzafrikanischer ebenso wie maghrebinischer Autoren immer wieder auftauchen, sind die Kolonialgeschichte und die Kolonialkriege, die Enttäuschungen der nachkolonialen Zeit aufgrund der Gewaltherrschaft und Korruption der Eliten und dem daraus folgenden Zerfall der Gesellschaft. Vorbilder und Stoffe sucht sich die afrikanische Literatur in der vorkolonialen Geschichte und in der mündlichen Tradition.

Als „Grunddilemma einer afrikanischen Literatur in europäischer Sprache“ bezeichnet Jánosz Ries das Prpblem, dass die afrikanische Realität in einer Sprache dargestellt wird, die nur von einer kleinen gebildeten Elite im Alltag verwendet wird, während die lebensweltliche Kommunikation von afrikanischen Sprachen dominiert wird, in der auch die reichhaltige oralen Traditionen überliefert werden.[1] Mit dem Studium der traditionellen, mündlich überlieferten afrikanischen Literatur beschäftigt sich die Afrikanistik.

In jüngerer Zeit werden die Themen Exil und Migration immer wichtiger; die afrikanische Literatur gewinnt eine transkulturelle, ja interkontinentale Dimension, da sich viele Literaturschaffende souverän zwischen Afrika, Europa und Amerika hin- und herbewegen.

Die Arabische Literatur der nordafrikanischen Völker und Staaten wird wegen der großen sprachlichen Homogenität der arabischen Welt nicht zur afrikanischen Literatur gerechnet.

Mündliche Literatur in autochthonen Sprachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die mündlich überlieferte Erzählkultur (Oralliteratur) in den autochthonen afrikanischen Sprachen hat vielfältige Formen. Märchen und Fabeln sind Allgemeingut, während die Heldenepen und Chroniken unter Barden weitergegeben werden. Zu diesen Barden gehören beispielsweise die Griots bei den Yoruba, die früher an Königshöfen angestellt waren. Auch heute noch verdienen sich einige Barden mit dem Singen von Chroniken und Preisgesängen bei Festen ihren Lebensunterhalt.

Die schwarzafrikanische Kultur ist nicht grundsätzlich schriftlos. Schriftsysteme wie die Tifinagh- und die Nsibidi-Schrift haben sich für die Überlieferung der Volksliteratur aber offenbar als unpraktisch erwiesen. Janheinz Jahn kommt in Muntu. Umrisse der neoafrikanischen Kultur[2] zu dem Schluss, dass die Wiedergabe mit einer Sprechtrommel einer schriftlichen Aufzeichnung gleichwertig und dem tropischen Klima, das Papier schnell verrotten lässt, besser angepasst sei. Eine schriftlose Kultur sei nicht zwingend weniger fortgeschritten, sondern besitze Werte, die in Schriftkulturen verloren gegangen seien.

Die Aufzeichnung und Übersetzung mündlicher afrikanischer Literatur ist unter anderem Hermann Baumann, Leo Frobenius und Robert Sutherland Rattray zu verdanken. Den Erzählungen und Liedern galt neben den Sprachstudien das Hauptinteresse der Ethnographie, bis die Analyse der Sozialstruktur das Studium der Volksliteratur verdrängte. Danach befassten sich ethnologisch nicht geschulte Missionare mit ihr, soweit sie sie verstehen konnten. Auch Frobenius selbst, der von 1904 bis 1935 zwölf Forschungsexpeditionen durch ganz Afrika unternahm, verstand keine afrikanische Sprache. Er ließ sich die Geschichten von den Erzählern der umliegenden Dörfer vortragen und hatte Übersetzer, die sie auf Englisch oder Französisch übertrugen. Seine deutschen Übersetzungen, beispielsweise die Heldenepen Pui und Dausi, veröffentlichte er ohne Originaltext in mehreren Sammelbänden.

Die meisten der in Berbersprachen, vor allem in Tamaziɣt mündlich tradierten Poeme und Gesänge gingen seit den 1960er Jahren verloren. In den letzten Jahrzehnten gab es Versuche zur Wiederbelebung dieser Traditionen. In Algerien erwarb sich der Sänger Mohamed Ben Hanafi (Mohamed Aït Tahar, 1927–2012) durch seine Sendungen im zweiten Programm von Radio Algerien und von ihm neu verfasste populäre Liedtexte große Verdienste um den Erhalt der kabylischen Tradition.[3] Seit dem Ende des 20. Jahrhunderts erfolgt die Entwicklung einer eigenständigen kabylischen Literatur.

Die Poesie der anderen von Berbern besiedelter Regionen wurde fast ausschließlich in französischer Übersetzung schriftlich fixiert.

Historische Literaturen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ägypten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Altägyptische Literatur

Die altägyptische Literatur[4] von ca. 2800 v. Chr. bis 300 n. Chr. ist in vielfältigen Formen überliefert. Die verwendeten Sprachen sind die Alt-, Mittel- und Neuägyptische Sprache sowie das Demotische. Da die Literatur nach dem Untergang der altägyptischen Kultur nicht durch Abschreiben überliefert wurde, beschränken sich die heutigen Kenntnisse auf archäologische Funde. Die ältesten Zeugnisse aus dem Alten Reich sind die religiösen Pyramiden- und Sargtexte und die Autobiographien, aus dem Mittleren Reich sind der Ipuwer-Papyrus oder die Geschichte von Sinuhe bekannt. Aus dem Neuen Reich sind auch Kriegstagebücher und Briefe überliefert (Papyrus Anastasi I), sowie die neu begründete Jenseitsliteratur, die sich, wie beispielsweise das bekannte Totenbuch, auf das Leben nach dem Tod bezieht. Daneben existierte offenbar eine reichhaltige mündliche Literatur fort, so in Mythen, Legenden, Tiergeschichten, Arbeitsliedern. Zu den nicht-religiösen oder -kultischen Schriften gehörten Erzählungen, Dialoge, Sprüche, Autobiographien. Gattungen wie Epos, Drama oder der Mehrpersonenroman waren unbekannt.[5]

Der jüngste Dialekt des Ägyptischen, das Koptische, die Umgangssprache des einfachen Menschen, wurde seit dem 10. Jahrhundert durch das Arabische verdrängt; in Oberägypten hielt er sich länger. Das umfangreiche Schrifttum in koptischer Sprache besteht überwiegend aus Abschriften des Alten und Neuen Testaments, Heiligengeschichten und liturgischen Büchern.[6] Daneben existierte ein volkstümliche Unterhaltungsliteratur.[7]

Altäthiopische Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis ins 19. Jahrhundert war die Literatur Äthiopiens in altäthiopischer Sprache (Ge'ez) verfasst. Das vorwiegend christliche Schrifttum der frühen Epoche vom 4. bis 7. Jahrhunderts umfasst die Inschriften aus dem Reich von Aksum sowie aus dem Griechischen übersetzte Werke wie die Bibel. Einige Pseudoepigraphen wie das Buch Henoch und das Jubiläenbuch sind nur in Ge'ez vollständig erhalten.

Seit dem 13. Jahrhundert wurden zahlreiche Werke aus dem Koptischen über arabische Übersetzungen vermittelt. Das gilt auch für kirchliche, liturgische und hagiographischer Schriften. Das Kebra Negest (Herrlichkeit der Könige), ein gewaltiger Legendenzyklus aus dem 13. Jahrhundert erzählt die Abstammung des äthiopischen Herrscherhauses von König Salomo, das Fetha Negest (Recht der Könige) diente als Gesetzeskodex. Das Arganona weddase ist ein Marienoffizium aus dem 15. Jahrhundert. Außerdem sind die Chroniken der äthiopischen Könige erwähnenswert. Die Auseinandersetzung mit dem Islam und den portugiesischen Missionaren brachte eine reiche theologische Streitliteratur hervor. Die von Klerikern gepflegten und in der Liturgien verwendeten Hymnen (Kene) weisen ein kompliziertes Metrum und eine kunstvolle Rhetorik auf. Bis ins 20. Jahrhundert wurden noch einzelne philologische Werke und Chroniken in Ge'ez abgefasst.

Dominierende Literatursprache der Gegenwart ist Amharisch.[8] In Tigre, das heute in äthiopischer Schrift geschrieben wird, gibt es keine schriftliche Überlieferung, aber ein umfangreiches Liedgut.[9]

Die Berber-Literatur des Maghreb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Angeblich wurde der erste „häretische“ - weil nicht in arabischer Sprache verfasste - Koran bereits im 8. Jahrhundert in Berbersprache übersetzt, vermutlich aber in arabischer Schrift. Seit dem 11. Jahrhundert sind einige religiöse Texte in einer frühen Form des Taschelhit oder Shilha, einem Berberdialekt Südmarokkos überliefert. Das mündlich tradierte Geistesgut ist weit umfangreicher. Gesammelt und ins Französische übersetzt wurden fast 600 dieser Werke im 19. Jahrhundert durch den französischen Offizier und Priester Charles de Foucauld.[10]

Die Taschelhit-Poesie erreichte im 16. und 17. Jahrhundert eine Hochblüte, so durch den fahrenden Sänger Sidi Hammu und vor allem durch Muhammad Awzal (1680–1758); sein Meisterwerk ist ein eschatologischer Text in Versen (Baḥr al-Dumūʿ, „Ozean der Tränen“, 1714), der ins Englische und Französische übersetzt wurde.

In Marokko galt bis in die 1980er Jahre ein Druckverbot für Amazigh; seit 2011 ist es durch die Verfassung geschützt. 2016 wurde Tamazight auch in Algerien Amtssprache, nachdem es bereits seit 2002 in Schulen und öffentlichen Medien verwendet wurde. Nach 2010 mehrte sich auch in Tunesien der Ruf der Berber-Minderheit nach stärkerer Berücksichtigung ihrer Sprache in der Öffentlichkeit.

Arabische Literatur des Maghreb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wichtige nordafrikanische Autoren des 20. Jahrhunderts, die überwiegend in arabischer Sprache schrieben, waren Abu al-Qasim asch-Schabbi (Aboul Kacem Chebbi), der tunesische Nationaldichter, und Mohamed Choukri, ein marokkanischer Berber (Das nackte Brot, dt. 1986). Unter den Autorinnen ist Hadjer Kouidri hervorzuheben, die 2014 den nach dem sudanesischen Schriftsteller benannten Taleb Salih-Preis für den besten arabischen Roman erhielt.

Hauptartikel: Arabische Literatur

Frankophone Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Französisch wird in West-, Ost- und Nordafrika gesprochen, außerdem neben dem Arabischen und den Berbersprachen (z. B. Kabylisch) auch im gesamten Maghreb außer Libyen. Die radikale Verbreitung des Französischen im Schulunterricht der französischen Kolonien zur Durchsetzung des Programms der Assimilation im Namen von „Zivilisation“ und „Fortschritt“ konnte nicht verhindern, dass die afrikanischen Sprachen die Lebenswelt lange Zeit dominierten; sie bewirkte aber, dass sich die intellektuellen Eliten, die französischsprachige Schulen besucht hatten, in ihren Texten fast ausschließlich der französischen Sprache bedienten.

Die literarische Frankophonie wird heute verstanden als die außerfranzösische Literaturproduktion französischer Sprache. Sie deckt sich nur teilweise mit dem Raum der seit den 1980er Jahren zunehmend institutionalisierten Frankophonie, die seit 1997 von der Organisation Internationale de la Francophonie (OIF) repräsentiert wird. Beide sind jedoch eng miteinander verknüpft. Allerdings setzt in neuerer Zeit hieran Kritik von verschiedenen Seiten an: Einerseits wehren sich französischsprachige afrikanische Autoren gegen ihre Vereinnahmung als frankophone Autoren: Nur die wenigsten Bürger der Frankophonie sprechen im Alltag französisch. Auch werden die Organisation der Frankophonie als neokoloniale Instanz und der Begriff selbst als abwertend kritisiert; er impliziere die Überlegenheit des Mutterlandes gegenüber der Peripherie. Demgegenüber vertreten viele französischsprachige afrikanische Autoren die Position, dass es nur noch eine französische Literatur gebe. Das wird durch die Tatsachen unterstrichen, dass Paris das herausragende Zentrum der gesamten französischsprachigen Literaturproduktion ist und dass viele afrikanische Autoren mittlerweile in Frankreich leben. Gleichzeitig wird der Begriff der Frankophonie im Mutterland zumindest von offizieller Seite als Ausdruck einer erfolgreichen Dekolonisierung angesehen.[11]

Frankophone Literatur des Maghreb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Algerien, Marokko und Tunesien existiert eine frankophone Literatur – wenn man von der Literatur der Frankoalgerier wie Albert Camus oder Jules Roy und der Kulturpendler wie Isabelle Eberhardt (1877–1904) absieht – erst seit etwa 1950. Heute dominiert in Algerien, das stark durch die französische Einwanderung geprägt wurde und über keinen entwickelten Buchmarkt verfügt, der Anteil der frankophonen Literatur gegenüber der arabischen; in den Nachbarländern Marokko und Tunesien ist es umgekehrt. Allerdings sprechen hier die auf französischsprachigen Schulen ausgebildeten bildungsbürgerlichen Eliten oft besser Französisch als Arabisch; doch nimmt der Einfluss des Französischen ab und der des Englischen bei jüngeren Menschen zu, was sich auch in der Rezeption internationaler Literatur ausdrückt. Besonders in Marokko stehen sowohl die französische Schriftsprache als auch das Hocharabische in einem Spannungsverhältnis zu den mündlichen Traditionen der einheimischen Bevölkerung, die sich mittels regionaler arabischer Dialekte und Berbersprachen verständigt.

Typisch für die heutige maghrebinische Literatur sind avancierte Erzähltechniken und sehr ernste Stoffe.

Die Anfänge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Anfänge frankophoner maghrebinischer Literatur waren – abgesehen von den Gedichten von Jean Amrouche (1906–1962), einem in Tunis lebenden aus der Kabylei stammenden Berber – durch autobiographische Arbeiten und eine quasi ethnographische Selbstdarstellung gekennzeichnet. Wegweisend für diese Literatur der Selbstvergewisserung waren in Algerien Le fils du pauvre (1950) und La Terre et le sang („Vergeltung unter Tage“, 1953) von Mouloud Feraoun, der selbst als Industriearbeiter in Frankreich gelebt hatte, in Tunesien La statue de sel (1953) und Agar (1955) von Albert Memmi, in Marokko La boite à merveilles (1954) von Ahmed Sefrioui. Eine wichtige Rolle für die Entwicklung der modernen marokkanischen Literatur spielte auch das hier bis 1977 verbotene Le passé simple (1954) von Driss Chraïbi, der seit 1945 in Paris lebte und mit den Zwängen der traditionellen marokkanischen Familie abrechnete. Mouloud Mammeri, ein algerischer Professor der Sprachwissenschaften, zeigte in seinen frühen Romanen in den 1950er Jahren den Zerfall traditioneller Sozialstrukturen im kolonialen Algerien auf, publizierte aber auch französischsprachige Nachdichtungen der Gedichte des Kabylen Si Mohand-ou-Mohand.

Ende der 1950er und in den frühen 1960er Jahren trat in Algerien die Auseinandersetzung mit den Befreiungskriegen in den Vordergrund. Kateb Yacine trägt in seinem Meisterwerk Nejma (1956) und seinen späteren Texten der Erkenntnis Rechnung, dass die Verwüstungen der Kolonialgeschichte nicht mit Hilfe der von der französischen Literatur übernommenen Darstellungstechniken erfassbar sind. Er entwickelte eine experimentelle Synthese von Lyrik, Drama und Roman, in die auch interkulturelle Elemente und Techniken Faulkners wie auch der italienischen Neorealisten einfließen. Auf ähnlichem Niveau bewegt sich die Algerientrilogie von Mohammed Dib,[12] die autobiographische Züge trägt. Sein Roman Qui se souvient de la mer (1956) enthält Elemente von Science fiction. Der algerische Romanautor Tahar Djaout wurde 1993 von Islamisten ermordet. Von Yacine beeinflusst zeigte sich auch der islamkritische tunesische Autor Abdelwahab Meddeb (1946–2014), der seit seiner Jugend in Frankreich lebte.

In den 1970er Jahren verstummte unter dem Regime Hassan II. der revolutionäre Elan jüngerer marokkanischer Autoren wie Abdelkebir Khatibi (* 1938). 1972 wurden mehrere Mitglieder der Gruppe Souffles verhaftet. Der Erzähler, Romanautor und Lyriker Abdelhak Serhane ging nach Kanada ins Exil. Ben Jelloun (* 1944) behandelte in seinen Arbeiten im französischen Exil das Schicksal der Migranten und ihre Konflikte mit traditioneller Kultur in zurückhaltender Weise.[13]

Frankophone algerische Literatur seit 1962[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während die moderne frankophone tunesische und marokkanische Literatur heute teils immer noch durch islamische Themen beeinflusst sind, ist die algerische Literatur vollständig säkularisiert, doch musste sie sich seit dem Beginn dieses Jahrhunderts verstärkt der islamistischen Kritik erwehren. Mit der Erringung der Unabhängigkeit regte sich das Interesse an vorislamischen Kulturtraditionen.[14] Zu dieser Bewegung gehört der 1938 geborene algerische Dichter und Romanautor Mourad Bourboune (Le Muezzin, 1968).[15] Im Vordergrund stand aber in den späten 1960er und den 1970er Jahren die Aufarbeitung der postrevolutionären Zeit. So schilderte Rachid Boudjedra (* 1941), der später in arabischer Sprache schrieb, die Traumata seiner Jugend in La répudiation (1969) und analysierte die Widersprüche der nachrevolutionären Gesellschaft. Unter dem Eindruck von Korruption, Machtmissbrauch und wegen des Bürgerkrieges um 1990 verließen viele Autoren das Land und gingen nach Frankreich, so u. a. der Theater-, Rundfunk-, Romanautor und Musiker Aziz Chouaki (* 1951). Bekannt wurde sein im Musikermilieu spielender Roman Etoile d’Alger.[16] Die Mann-Frau-Beziehung stellt ein Standardthema der Literatur des Maghreb dar, da aber nur von wenigen Autorinnen bearbeitet wird. Zu diesen gehört Assia Djebar (1936–2015); auch sie musste seit 1990 dauerhaft in Frankreich leben.

Die französischsprachigen algerischen Autoren sind heute also durchweg Vertreter einer Exilliteratur. Eine der wenigen Ausnahme stellt der Erzähler Kamel Daoud dar. Seine Fortschreibung von Albert Camus’ Der Fremde, der Roman Der Fall Meursault – eine Gegendarstellung (2014, dt. 2016) gibt dem anonymen ermordeten Araber in Camus' Werk einen Namen und eine Biographie. Er erhielt 2015 den Prix Goncourt.

Afrika südlich der Sahara: Négritude[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptartikel: Négritude

Vor 1960 gab es im südsaharischen Raum nur wenige afrikanische Intellektuelle, die Bücher in französischer Sprache verfassten. Zu ihnen gehörten René Maran (1887–1960), ein dunkelhäutiger französischer Kolonialbeamter von den Antillen, der in Ubangi-Schari arbeitete, als erster schwarzer Schriftsteller 1921 den Prix Goncourt für seinen kritischen Roman Boutala erhielt und darauf seinen Posten verlor; der Senegalese Bakary Diallo (1892–1979), der 1926 als erster Afrikaner seine Erlebnisse aus dem Ersten Weltkrieg veröffentlichte, und Ant, oine Dim Delobsom (1897–1940) aus dem Französischen Sudan, ein Angehöriger des Volks der Mossi, der sich der christlichen Missionierung widersetzte. Die erste Generation frankophoner afrikanischer Autoren publizierte überwiegend in Afrika; einige der Autoren haben ihre Heimat nie verlassen wie z.B. Félix Couchoro (1900–1968). Doch wurden sie von den Erfahrungen von über 200.000 schwarzafrikanischen Soldaten beeinflusst, die nach dem Ersten Weltkrieg aus Frankreich zurückkehrten und sich in politischen oder gewerkschaftlichen Gruppen organisierten.[17] Dazu gehörte der Senegalese Bakary Diallo (1892–1967), der eine Autobiographie über seine Kriegszeit verfasste.

Die in den 1930er Jahren einsetzende Bewegung der Négritude ist eine politische und literarische Bewegung, die u.a. auf die afroamerikanische Bürgerrechtsbewegung von W. E. B. Du Bois sowie auf Einflüsse aus der französischsprachigen Karibik (in Haiti: Jean Price-Mars, 1876–1969) zurückgeht. Die Idee der Négritude war die Rückbesinnung auf afrikanische Kulturtraditionen und die Ablösung von Europa. Sie wurde zudem vom Sozialismus, vom Humanismus und von der deutschen Romantik beeinflusst. Die Négritude beruft sich auch auf die Theorien von Leo Frobenius in seiner Kulturgeschichte Afrikas, was von einigen Afrikanisten als Missverständnis angesehen wird, aber auch auf Frantz Fanon und Albert Memmi; sie orientiert sich jedoch am kolonialen Kontext.

1934 gründete der Senegalese Léopold Sédar Senghor gemeinsam mit dem GuyanerLéon-Gontran Damas und Aimé Césaire aus Martinique die Zeitschrift L'Etudiant Noir, deren Vorbilder die Crisis von der NAACP in den USA und die kommunistische Zeitschrift Légitime Défense in Paris waren. In der ersten Nummer benutzte Césaire den Begriff „Négritude“ und machte ihn durch sein Gedicht Cahier d’un retour au pays natal (1939), das als Beginn der literarischen Négritude gilt, bekannt. Senghor, Dichter und von 1960 bis 1980 auch erster Staatspräsident des unabhängigen Senegal, definierte die Négritude als „Gesamtheit der kulturellen Werte in der schwarzen Welt, wie sie sich im Leben, in den Institutionen und in den Werken der Schwarzen ausdrücken.“[18] Senghors Grundidee war eine Mischung der Kulturen, nicht eine Vorherrschaft europäischer oder afrikanischer Werte. Die Orientierung am Kommunismus, an der sich Senghor nie beteiligt hatte, und die Einordnung der Négritude in den Surrealismus endete nach dem Zweiten Weltkrieg. Viele schwarze Soldaten kämpften in der Kolonialarmee Frankreichs und kamen von der Illusion des weißen Übermenschen, die sie in der Schule von den Kolonialherren übernommen hatten, ab. In der Folge verwendeten die Schriftsteller der Négritude vermehrt Begriffe aus westafrikanischen Sprachen und Motive der afrikanischen Mythologie. Der Grund dafür, dass die Literatur dennoch in französischer Sprache geschrieben ist, liegt vor allem in der konsequent frankophonen Schulbildung der Elite. Doch wurden viele Arbeiten aus dieser Zeit nur in Westafrika publiziert; die Debatten hatten Selbstverständigungscharakter. Von 21 Romanen des in Benin geborenen Togolesen Félix Couchoro wurden nur vier in Buchform publiziert; die anderen erschienen als Fortsetzungsromane in Zeitschriften. Nur Senghor veröffentlichte auch Gedichte in Serer, seiner Muttersprache.

1948 wurde die Négritude auch in Europa bekannt, als Senghor die Anthologie de la nouvelle poésie nègre et malgache de langue française herausgab, zu der Jean-Paul Sartre das Vorwort Orphée noir schrieb.

Seit 1947 vertrat die von dem Senegalesen Alioune Diop gegründete, vierteljährlich erscheinende Zeitschrift Présence Africaine die Négritude, die sich auch als politisches Sprachrohr des Panafrikanismus verstand, in Paris. Zu den Autoren gehören vor allem Afrikaner in der Diaspora, aber auch Europäer und Amerikaner.[19]

Die Négritude formulierte die Forderung Retour aux sources! („Zurück zu den Quellen!“). Ein Thema ihrer Literatur war deshalb die Wiederentdeckung der Quellen der afrikanischen Kultur. Diese Kultur, die auf dem Land teilweise noch in traditioneller Weise vorhanden war, sollte jenen, die die Geisteshaltung der Europäer übernommen hatten, an die Quellen zurückführen. Die von den afrikanischen Schriftstellern bisher meist unbeachtete mündliche Literatur wurde gesammelt und ins Französische übersetzt, weitere Fabeln und Märchen nach dem Muster der überlieferten neu gedichtet. Ein Beispiel bietet der Senegalese Birago Diop mit seinen Sammlungen Les contes d’Amadou Kouma (1947) und Nouveaux contes d’Amadou Kouma (1958), in denen die Grenze zwischen eigener Dichtung und der Überlieferung nicht mehr festzustellen ist. Kämpferischer präsentierte sich der Dramatiker, Erzähler und Sammler der Märchen seiner Heimat Bernard Binlin Dadié von der Elfenbeinküste, der während des Unabhängigkeitskampfes um 1950 inhaftiert wurde. Autobiographisch berichtete Laye Camara aus Guinea in L’enfant noir (1953).

Die Literatur befasste sich auch mit den afrikanischen Königreichen. Auf der Suche nach einer Vergangenheit, die der Europas gleichwertig war, und die von den Kolonialherren stets abgetan worden war, stieß man in den 1940er und 1950er Jahren zu den sudanesischen Pyramiden und Königreichen, zu den Reichen Timbuktu, Ghana und Simbabwe. Die Darstellung der Größe und Bedeutung dieser Reiche war nicht selten überhöht. Der erste historische Roman, Doguicimi (1933) von dem Beniner Paul Hazoumé, behandelte das Königreich Dahomey, nach dem sich der Staat Benin benannte. Nazi Boni aus dem heutigen Burkina Faso beschrieb in den 1960er Jahren die Bedrohung der traditionellen Werte seines Volkes.

Antikoloniale Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anders als die Négritude wollte die antikoloniale Literatur der 1950er und 1960er Jahre das koloniale System unmittelbar erschüttern. Sie drückte sich durch den Roman aus. Frankophone Romanciers wie die KamerunerMongo Beti und Ferdinand Oyono, der SenegaleseOusmane Sembène sowie Benjamin Matip und Jean Malongo aus der Republik Kongo thematisierten die Abhängigkeit von der Kolonialmacht und wurden radikaler angesichts des französischen Desinteresses an Reformen. Tchicaya U Tam’si aus der Republik Kongo, der mit seinem Vater seit 1946 in Paris gelebt hatte, ging 1960 als Mitarbeiter Patrice Lumumbas nach Kinshasa, musste aber schon 1961 wieder nach Frankreich zurückkehren, wo er den vom Surrealismus beeinflussten Gedichtband Le Ventre (1964) schrieb.

Die Arbeiten dieser Autoren zielten auf die Veränderung der politischen Haltung der Leser. Sie schilderten die Romane häufig Einzelschicksale von Afrikanern, an denen die Diskriminierung durch weiße Geschäftsmänner, rassistische Kolonialbeamte oder Missionare deutlich wird. Die Parteilichkeit schloss eine differenzierte Darstellung keineswegs aus, wie Sembènes hervorragender Roman Holzstücke Gottes über einen Streik unter der Kolonialherrschaft zeigt.

Die Kooperation mit der Kolonialmacht auf dem Weg in die Unabhängigkeit seiner Heimat Mali suchte der Romanautor, Lyriker und Politiker Fily Dabo Sissoko (1900–1964), der nach der Unabhängigkeit 1962 verhaftet wurde und unter ungeklärten Umständen ums Leben kam.

Postkoloniale Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den 1960er befassten sich die frankophonen Autoren mit den Nachwehen des Kolonialismus; sie blieben jedoch meist in den französischen literarischen Diskurs eingebunden wie die Kameruner Mongo Beti und Jean Ikellé-Matiba (1936–1984). Letzterer lebte zeitweise in Frankreich und Deutschland. Sein Buch Cette Afrique-là (1963) rechnet mit der Kolonialperiode ab.[20] Andere Stimmen artikulierten die Identitätsprobleme der nach Frankreich ausgewanderten oder dort studierenden Afrikaner. Dazu zählen das aus autobiographischer Sicht geschriebene, zum Klassiker gewordene Buch L’Aventure ambiguë (1961; dt. 1980 als „Der Zwiespalt des Sambo Diallo“) des Senegalesen Cheikh Hamidou Kane (* 1928), dessen Held den Verlust seiner islamischen und senegalesischen Wurzeln betrauert, und Kocoumbo, l’étudiant noir des von der Elfenbeinküste stammenden Gérard Aké Loba. Auch der aus Mali stammende Amadou Hampâté Bâ forscht in seinen Lebenserinnerungen den verloren gegangenen Traditionen nach; die Kolonialherrschaft sieht er nur dann kritisch, wenn sie diese ignoriert.

Die nachkoloniale Entwicklung der Elfenbeinküste wurde hingegen von dem Roman-, Kinderbuchautor und Theaterdichter Ahmadou Kourouma (1927–2003), der in verschiedenen Ländern im Exil lebte, in Les Soleils des indépendances (Montreal 1968) scharf kritisiert. Eine „Absurdität“ stellte für ihn die „Ivoirité“, die Behauptung einer besonderen nationalen Identität der Elfenbeinküste, dar. Nach ihm wurde ein seit 2004 verliehener Literaturpreis des Genfer Kritikersalons benannt.

Sony Lab’ou Tansi (1947–1995, geboren im damaligen Belgisch-Kongo), gehörte wie Sylvain Bemba, der Redakteur der 1950 bis 1959 erschienenen Zeitschrift Liaison, zu den Mitbegründern des modernen (Straßen-)Theaters der Republik Kongo in Brazzaville. Beide wurden international bekannt und mit vielen Preisen ausgezeichnet. Henri Lopès (Sans tam-tam 1977, Le pleurer-rire 1982), ebenfalls im belgischen Kongo geboren, kehrte 1965 aus Paris nach Brazzaville zurück, wo er als Bildungspolitiker, zwei Jahre lang als Premierminister der sozialistischen Regierung und später für die UNESCO tätig war. Ebenfalls als Minister der Republik Kongo war der bedeutende Lyriker Jean-Baptiste Tati Loutard (1938–2009) tätig, der trotz seiner zahlreichen Ämter fast 40 Jahre lang veröffentlichte.

Wichtig für die Verbreitung der Arbeiten frankophoner afrikanischer Autoren wurden die 1972/73 von den Regierungen Senegals und der Elfenbeinküste unter Beteiligung französischer Verleger gegründeten Nouvelles Éditions Africaines (N.E.A.). Als Verbeugung vor Präsident Senghor erschienen 1973 zuerst seine Lettes d’hivernage, noch im gleichen Jahr gefolgt von François-Joseph Amon d'Abys bis heute weit verbreiteter Legendensammlung La mare aux crocodiles und Amar Sambs Abrechnung mit dem islamischen Dogmatismus: Matraqué par le destin: ou, La vie d’un Talibé. Das Mitglied der Académie FrançaiseJean Dodo aus der Elfenbeinküste (Wazzi) sowie Biram Sacko und Ibrahima Sall waren einige von vielen weiteren Autoren, deren Arbeiten bei N.E.A. erschienen. Vereinzelt wurden auch Arbeiten nicht-frankophoner Autoren wie des Nigrers Idé Oumarou publiziert. Bemerkenswert war u. a. die Tatsache der Veröffentlichung von einigen Arbeiten des ersten professionellen Schriftstellers aus Mauretanien, Youssouf Gueye. In dem durchaus eklektischen Verlagsprogramm, das sich vor allem auch an europäische Leser richtete, spiegelte sich seit Ende der 1970er Jahre jedoch ein gewisser Pessimismus im Hinblick auf die Zukunftsperspektiven Afrikas.[21] Seit 1989 wurde der Verlag, der seine frühere Bedeutung verloren hatte, wieder ausschließlich vom Senegal betrieben (als N.E.A.S.). 1992 gründete auch die Elfenbeinküste gemeinsam mit ausländischen Investoren einen Nachfolgeverlag, die Nouvelles Éditions Ivoiriennes (N.E.I.).[22]

In Reaktion auf die enttäuschten Modernisierungshoffnungen besannen sich seit den späten 1970er und 1980er Jahren Autoren wie Francis Bebey, Ahmadou Kourouma und Jean Pliya auf die traditionellen Aufgaben afrikanischer Künstler zurück. Sie wandten sich vom französischen Publikum ab und richteten sich an eine neue afrikanische Leserschaft, um ihnen die Wandlungen des Alltags zu verdeutlichen und politische Werte zu vermitteln. In Kamerun, Senegal und den benachbarten Ländern wurden neue Verlage gegründet, die freilich nur Kleinauflagen drucken ließen. Zunehmend wurde afrikanisches Vokabular verwendet, auch traditionelle Symbolik und nicht immer unblutige Rituale erhielt ihren Platz in der Literatur. Die Romane bezogen sich anders als früher differenziert auf einzelne Kulturen und Regionen und ihre Mythen – bis hin zum Folklorismus. In teils krass realistischer Form wurden auch Themen wie die Korruptheit der neuen Eliten, die drückenden Anforderungen der Familie gegenüber dem Individuum oder die Lage der Frau angesichts des traditionellen Machismo behandelt.

Krieg, Exil, Migration[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit den 1990er Jahren traten die afrikanischen Bürgerkriege sowie Menschenrechtsthemen in den Fokus der afrikanischen Literatur, so im Werk der ersten Romanautorin aus Burkina Faso überhaupt, der Feministin Monique Ilboudou (* 1957), die sich explizit mit dem Völkermord in Ruanda auseinandersetzte. Immer mehr Autoren, die diese Themen aufgrund eigener Erfahrung behandelten, waren jedoch gezwungen, die Handlung ihrer Texte in fiktive Länder zu verlegen. Andere Schriftsteller nahmen seit den 1990er Jahren ihren Wohnsitz in Frankreich, so Aké Loba und der 1962 in der Republik Kongo geborene Psychologe Gabriel Okoundji, der durch seine vielfältige Lyrik im französischen Sprachraum bekannt wurde, sowie der Kameruner Eugène Ebodé (* 1962). Ebenfalls in Frankreich leben die beiden Kameruner Autorinnen Léonora Miano (* 1973), deren Romane (zuerst: L’intérieur de la nuit 2005) mit vielen Preisen (u. a. mit dem Pri Fémina 2013) ausgezeichnet wurden, und Hemly Boum (* 1973), deren Romane die Veränderungen der Sozialstruktur Afrikas spiegeln. Auch der Soziologe Sami Tchak (eigentlich Aboubacar Sadamba Tcha-Koura, * 1960) aus Togo lebt in Frankreich, fand aber seine Roman- und Essaythemen in Lateinamerika und der Karibik, die er lange bereiste (Hermina 2003; Les filles de Mexico 2008).[23] Der Chemieprofessor, Romancier und Fabeldichter Emmanuel Dongala (* 1941) baute das Theater in Brazzaville mit auf, für das er mehrere Stücke schrieb, musste aber in den Wirren der 1990er Jahre in die USA emigrieren. Ins US-Exil ging auch Tierno Monénembo (* 1947) aus Guinea, der sich mit der Geschichte der afrikanischen Diaspora und in Le Terroriste noir (2012) mit dem Beitrag der Afrikaner in der französischen Résistance literarisch befasste.

Insbesondere die Autoren aus den ehemaligen belgischen Kolonien sind seit Jahrzehnten mit Bürgerkrieg, Gewalt, Migration und Exil vertraut. Valentin-Yves Mudimbe beschrieb die archaischen und gewaltsamen Strukturen der kolonialistisch überformten Stammesgesellschaft und ihrer politischen Wirren der 1960er Jahre (The Invention of Africa). Ins Englische übersetzt wurde auch sein zuerst 1976 publiziertes Buch Before the Birth of the Moon. Er ging 1979 ins Exil in die USA. In Koli Jean Bofane wurde 1954 in der heutigen Demokratischen Republik Kongo geboren. Sein 1996 erschienenes Buch Pourquoi le lion n’est plus le roi des animaux (dt.: Warum der Löwe nicht mehr König der Tiere ist) wurde in mehrere Sprachen übersetzt. Sein Roman Sinusbögen überm Kongo[24] berichtet über Macht der Eliten und Korruption im Kongo. Der Autor lebt seit 1993 in Belgien und versteht sich als Europäer. Ebenfalls aus der Demokratischen Republik Kongo stammen die Lyrikerin und Verfasserin von Kurzgeschichten Clémentine Nzuji, die 1964 die Künstlergruppe Pléiade du Congo gründete, sowie Fiston Mwanza Mujila (* 1981), der heute in Graz lebt und in höchst musikalischer Sprache Gewalt und Korruption in seiner Heimat beschreibt,[25]. Gilbert Gatone (Das lärmende Schweigen)[26], geboren 1981 in Ruanda, ging nach Zaire ins Exil und lebt heute in Frankreich, wo ihm jedoch die Einbürgerung verwehrt wurde.

Auch in anderen afrikanischen Staaten wurden die Ereignisse in Ruanda literarisch aufgearbeitet, so durch die IvorerinVéronique Tadjo, die auch durch Kinderbücher bekannt wurde und heute in Johannesburg lehrt, und Eugène Ébodé.

In neuerer Zeit wurden von mehreren Autoren die Migrationswelle aus Afrika, die Fragwürdigkeit des Eldorados Europa oder die Schwierigkeiten der Integration thematisiert, z. B. von dem Senegalesen Abdel Aziz Mayoro Diop und der Senegalesin Fatou Diome („Der Bauch des Ozeans“ 2004).

Seit 1961 wird der Grand Prix littéraire de l’Afrique noire von der Vereinigung der französischsprachigen Schriftsteller Association des écrivains de langue française (ADELF)[27] verliehen. Er ging bis 2015 dreizehnmal nach Kamerun bzw. an gebürtiger Kameruner (zuletzt an Hemley Boum), elfmal in die Republik Kongo, neunmal an die Elfenbeinküste und siebenmal nach Senegal, womit in etwa die regionalen Schwerpunkte der literarischen Produktion bezeichnet sind.

Anglophone Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die englische Sprache ist in West-, Ost- und im südlichen Afrika verbreitet. Die Entstehung einer Literatur in englischer Sprache in Afrika ist jedoch nicht einfach ein Transferphänomen, sondern das Resultat eines Kreolisierungsprozesses, bei dem europäische Formen und Kommunikationsstrukturen (Schriftlichkeit, Lesepublikum, Verlage usw.) mit einem afrikanischen Substrat von Themen, Inhalten und Sinnelementen in Verbindung gebracht werden.

Dieser Prozess setzte im 19. Jahrhundert in Südafrika mit der Aufstellung der ersten Druckerpresse 1795 und der Eröffnung der ersten öffentlichen Bibliothek 1823 ein. Um 1840 gelangte die erste Druckerpresse nach Accra. Schottische Missionare begannen ab der Mitte des 19. Jahrhunderts mit dem Schulbetrieb für Afrikaner. In Freetown wurde 1840 die erste höhere Bildungsanstalt Afrikas südlich der Sahara gegründet. Befreite Sklaven aus der Karibik kamen als Missionare nach Sierra Leone und begannen publizistisch zu wirken. Die literarische Produktion blieb jedoch 100 Jahre lang spärlich. Erst seit den 1950er Jahren, gleichzeitig mit dem Erstarken der Unabhängigkeitsbewegungen, wurden die mit hohen Investitionen errichteten Universitäten zu Kristallisationspunkten der englischsprachigen Literatur Afrikas, die seither international beachtet wird.[28]

Anders als viele französischsprachige afrikanische Autoren in der Diskussion um die Berechtigung des Begriffs der Frankophonie zeigen sich die englischsprachigen afrikanischen Literaten meist uninteressiert an der Frage, ob man von einer englischen oder anglophonen Literatur sprechen müsse oder ob es gar mehrere anglophone Literaturen gäbe. Dazu trägt die Flexibilität der englischen Sprache bei, die sich leichter den lokalen Idiomen anpasst.

Westafrika[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Standen vor den 1960er Jahren die mündlichen Traditionen im Mittelpunkt, gingen viele Autoren nach der Unabhängigkeit zu einer Kritik an der gegenwärtigen Gesellschaft, an den neu entstandenen Gewaltherrschaften und an der Korruption über. Viele bedeutende Autoren Westafrikas kommen aus Nigeria, wo die Universität Ibadan eine gesamtafrikanische Ausstrahlung erlangte. Dort gründete Ulli Beier 1957 die Zeitschrift Black Orpheus, die zum hauptsächlichen Forum vieler nigerianischer Dichter und Autoren wurde.

Zu den ersten modernen westafrikanischen Autoren gehörte Amos Tutuola (The Palm Wine Drinkard, 1952). Als eigentliche Gründerfigur gilt Chinua Achebe, Träger des Friedenspreises des Deutschen Buchhandels 2002. Seine Bücher (zuerst Things Fall Apart, 1958) thematisieren den Kolonialismus und haben das erklärte Ziel, das von der kolonialistischen Literatur z. B. Joseph Conrads vermittelte Bild eines primitiven Afrikas zu berichtigen. Weitere Vertreter dieser desillusionierenden Literatur, die im Vergleich mit der Négritude auch Tigritude genannt wird, waren Wole Soyinka (Literaturnobelpreis 1986), John Pepper Clark und der Ghanaer Ayi Kwei Armah. Eine starke Wirkung hatte der Biafra-Krieg, der sowohl bei Achebe und Soyinka als auch in dramatischen Kriegsromanen behandelt wird. In den 1950er Jahren kam zudem eine Großstadtliteratur nach amerikanischem Vorbild auf (Cyprian Ekwensi), veröffentlicht in auf dem Markt vertriebenen Heftchen der sogenannten Onitsha-Marktliteratur.

Seit den 1970er Jahren meldeten sich verstärkt Frauen literarisch zu Wort, beispielsweise die Nigerianerin Buchi Emecheta und die Ghanaerin Ama Ata Aidoo (Changes 1991, dt.: Die Zweitfrau).

Wichtige Themen der 1980er und 1990er Jahre waren die Demokratisierungsbewegung und die Kritik an der Militärdiktatur. Dazu zählen u. a. poetische Arbeiten des von der Überlieferung der Ewe beeinflussten Ghanesen Kofi Awoonor.[29] Die Kritik an der nigerianischen Militärdiktatur kostete Ken Saro-Wiwa das Leben: er wurde 1995 unter dem Regime Sani Abachas zum Tode verurteilt.

Andere Autoren beschäftigten sich mit den spirituellen Aspekten des traditionellen oder auch großstädtischen afrikanischen Lebens, so der Nigerianer Ben Okri (The Famished Road, 1991).

Sally Singhateh aus Gambia adressiert mit ihren Büchern vor allem Frauen und Jugendliche.

Auch im Teil Kameruns, der früher zum britischen Mandatsgebiet des Völkerbundes gehörte, schreiben immer mehr Autoren in englischer Sprache. Dazu gehören Bole Butake, Sankie Maimos, Mbella Sonne Dipoko (1936–2009), Jedida Asheri, Kenjo Jumbam und Nsanda Eba.[30]

Immer mehr englischsprachige Autoren Westafrikas haben einen kosmopolitischen Lebensstil entwickelt, so z. B. der Nigerianer Helon Habila (Öl auf Wasser), der sich häufig in England oder in den USA aufhält. Kofi Awoonor lehrte in den USA und war Botschafter in Brasilien und Kuba. Auch Ama Ata Aidoo lebte in den USA und Simbabwe.

Ostafrika[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Entwicklung der anglophonen ostafrikanischen Literatur vollzog sich zunächst vor allem im Umfeld des ugandischenKings College Budo, das zum Bildungszentrum für ganz Ostafrika wurde, und später des Makerere College in Kampala (seit den späten 1940er Jahren Makerere-Universität).[31] Dort entstand um 1970 ein Zentrum der ostafrikanischen Literaturszene, das sich auch auf Kenia ausdehnte. Bekannte Autoren, die große Beachtung fanden, waren Okot p’Bitek (Lawinos Lied) und Taban lo Liyong. Die anglophone ostafrikanische Literatur hat jedoch einen anderen Hintergrund als die westafrikanische. In Ostafrika sind bereits Swahili und weitere afrikanische Sprachen als traditionsreiche Literatursprachen verbreitet. Deshalb haben englisch schreibende Autoren meist eine andere Muttersprache als Swahili und die anglophone ostafrikanische Literatur erschien ein Jahrzehnt später als die westafrikanische. Wichtig für die Verbreitung der anglophonen Literaturen waren Zeitschriften wie Transition. Zu den bedeutendsten Schriftstellern Kenias zählt Ngũgĩ wa Thiong’o, der sich schon am Widerstand gegen die englische Kolonialmacht beteiligte, unter Jomo Kenyatta verhaftet wurde und heute im amerikanischen Exil lebt. Er befasst sich literarisch, essayistisch und auf dem Theater mit afrikanischen Traditionen und publiziert auch in Kikuyu publiziert. Zu erwähnen sind die sozialkritischen Romane von Meja Mwangi, deren Schauplätze oft die Slums von Nairobi bilden. Eine der wichtigsten Autorinnen ist Charity Waciuma.

Mit dem Zusammenbruch der früheren Ostafrikanischen Gemeinschaft geriet die ostafrikanische Literatur in eine Krise, die den relativ großen lokalen Buchmarkt zerstörte und die Schließung zahlreicher Literaturzeitschriften zur Folge hatte. Seitdem hat die anglophone Literatur in Ostafrika zwar bedeutende Einzelpersönlichkeiten wie Nuruddin Farah und Grace Ogot hervorgebracht, kann aber insgesamt nicht mehr an die 1960er und 1970er Jahre anschließen. Die in den 1990er Jahren bekannt gewordenen englischsprachigen Schriftsteller haben ihre Heimat längst verlassen. Abdulrazak Gurnah, ein Autor indisch-arabischer Herkunft aus Sansibar, ging nach England ins Exil, Moyez Vassanji, ein indisch-kenianischer Autor, nach Kanada. Beide thematisieren die Erfahrungen der Migration und der indisch-afrikanischen Diaspora.

Anlässlich der Unruhen in Kenia Ende der 2000er Jahre verfasste Wanjohi Wa Makokha, der bestens mit der Swahili-Dichtung vertraut ist, einen Band mit Gedichten (Nest of Stones: Kenyan Narratives in Verse).[32]

Südliches Afrika[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Südafrika

In Südafrika begannen weiße Autoren bereits im 19. Jahrhundert, literarische Werke in englischer Sprache zu veröffentlichen. Schwarze Autoren folgten in den 1920er und 1930er Jahren; R. R. R. Dhlomo und sein Bruder Herbert Isaac Ernest Dhlomo, Thomas Mofolo und Sol Plaatje schufen eine eigenständige Literatur. Während des Apartheidsystems richteten sich viele Autoren – auch unter großem politischem Druck – gegen dieses; andere wie der Romanautor Alex La Guma und der Dichter Dennis Brutus, gingen ins Ausland. Die einzelnen Strömungen, also die Exilliteratur, die schwarze Literatur mit Vertretern wie Zakes Mda und Mongane Wally Serote und die „weiße Literatur“ mit den Literaturnobelpreisträgern Nadine Gordimer und John M. Coetzee (der seit 2006 australischer Staatsbürger ist) sowie die teilweise auch auf Afrikaans schreibenden André Brink, Breyten Breytenbach und Athol Fugard waren lange voneinander abgeschottet und begannen erst mit dem sich abzeichnenden Ende der Apartheid, sich einander zu nähern. So gründete der Autor, Drehbuchautor und Regisseur Roger Smith das erste hautfarbenübergreifende Filmkollektiv Südafrikas. Er wurde auch in Deutschland durch seine Thriller über den durch Gewalt geprägten südafrikanischen Alltag bekannt.

Als wichtige Vertreterin der englischsprachigen indisch-südafrikanischen Literatur ist Farida Karodia zu nennen. Das Apartheid-Regime entzog ihr den Pass; sie emigrierte nach Kanada, wo sie heute zeitweise lebt. In ihrer Drei-Generationen-Familiensaga Other Secrets thematisiert sie den Alltag der Menschen, die zu Zeiten der Apartheid durch das grobe Raster der ethnischen Klassifikation hindurchfielen und deren Familien durch die Rassentrennung geteilt wurden.[33] Aufgearbeitet wurde die Phase der Apartheid von vielen Autoren, so von der Lyrikerin und Prosaistin Antjie Krog mit ihrem Buch Country of My Skull (1998) über die Arbeit der Wahrheits- und Versöhnungskommission.

Simbabwe

In Simbabwe entwickelte sich eine moderne Schriftliteratur der schwarzen Bevölkerung erst spät. Die Romane von Stanley Nyamfukudza und Dambudzo Marechera waren von den Rebellenbewegungen geprägt, betrachten den Widerstand gegen die Kolonialherren allerdings nüchtern und selbstkritisch, nicht glorifizierend wie in anderen Ländern. Schon zwei Jahre nach Ende des Befreiungskriegs brachen ethnische Konflikte aus, deren Opfer Christopher Mlalazi ein literarisches Denkmal setzte (Wegrennen mit Mutter[34]). Shimmer Chinodya, der später im Erziehungsministerium Simbabwes arbeitet, befasste sich mit der Lage der Kinder im Krieg (Children of War). Sein preisgekrönter Roman Harvest of Thorns wurde unter dem Titel Dornenernte (1991) auch ins Deutsche übersetzt. Als Wegbereiterin der weißen postkolonialen Literatur ist Doris Lessing zu nennen, die ihre Erfahrungen aus dem damaligen Südrhodesien jedoch zum größten Teil erst nach der Rückwanderung nach England verarbeitete. Yvonne Vera („Eine Frau ohne Namen“, München 1997) verarbeitete die Traumata des Guerillakriegs im kolonialen Rhodesien; sie starb im kanadischen Exil.

Namibia

Der NamibierHelmut Kangulohi Angula verfasste einen auch ins Deutsche übersetzten autobiographischen Roman über die Zeit des Unabhängigkeitskampfes der SWAPO („Zweitausend Tage des Haimbodi ya Haufiku“). Ähnliche Themen behandelt Joseph Diescho.

Literatur in Afrikaans[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die ersten Zeugnisse in kapholländischer Sprache stammen aus dem späten 18. Jahrhundert, die Buchproduktion setzt im späten 19. Jahrhundert ein. Aus dem 19. Jahrhundert stammen auch einige religiöse Texte aus muslimischen Religionsschulen in sogenannten arabischem Afrikaans, das in arabischer Schrift und mit eingestreuten arabischen Vokabeln geschrieben wurde.

1900 bis 1960[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der konservativ-patriotische Pastor Jakob Daniël du Toit (Totius) verfasste Psalmen und Gedichte; er eröffnete 1916 die Reihe der Preisträger des Hertzog-Preises. C. J. Langenhoven engagierte sich neben seiner Arbeit als Schriftsteller in den 1920er Jahren für die Einführung von Afrikaans als Amtssprache in Südafrika. In der Lyrik des zur Gruppe der Dertigers („Dreißigern“) Nicolaas Petrus van Wyk Louw spiegelt sich die Auseinandersetzung mit der religiösen Tradition, die in dieser Form in Afrikaans bis dahin nicht stattgefunden hatte. D. J. Opperman war der bekannteste Dichter der 1940er und 50er Jahre, der in Afrikaans schrieb. Er erhielt zweimal den Hertzog-Preis für Lyrik und einmal für Drama (Louw hatte ihn fünfmal erhalten). Auch Toon van den Heever (1894–1956) wurde 1951 mit dem Hertzog-Preis für Lyrik für eine bereits 1919 veröffentlichte, 1931 überarbeite Sammlung von Gedichten ausgezeichnet.

Nach 1960[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Unter den in den 1960er und 70er Jahren bekannt gewordenen Autoren (den Sestigers), die die konservativ-patriarchalische burische Kulturlandschaft und die Apartheidpolitik herausforderten, ist vor allem und Breyten Breytenbach zu nennen, der den Hertzog-Preis dreimal für Lyrik erhielt, ferner der Erneuerer des Romans André Brink (einmal für Drama, einmal in der Kategorie Roman), der Avantgardist Etienne Leroux, der ColouredAdam Small, der als erster Nicht-Weißer diesen Preis erhielt, und die Lyrikerin Ingrid Jonker

Erste Seite des Manuskripts eines Textes von Muhammad Awzal (18. Jahrhundert)
Mouloud Feraoun, ermordet von französischen Extremisten 1962
Wole Soyinka, der erste afrikanische Nobelpreisträger
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